In der alten Mensa der TU Dresden beginnt der Austausch zunächst ganz informell: Organisatorinnen, Organisatoren und Referierende kommen zum gemeinsamen Mittagessen zusammen, bevor es in die inhaltliche Diskussion geht. Kurz darauf sitzen fünf Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieure aus der Energiebranche auf dem Podium. Vor ihnen: 26 engagierte Studierende aus VWI-Hochschulgruppen in ganz Deutschland, die wissen möchten, welche beruflichen Wege ihnen nach dem Studium offenstehen.
Vom 27. bis 31. Mai 2026 fand an der Technischen Universität Dresden die Hochschulgruppenversammlung des VWI e. V. statt. Im Rahmen der Veranstaltung organisierte das Projektteam Durchstarten im Auftrag von Network Energy Talents e. V. eine eigene Podiumsdiskussion für engagierte Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens.
Ziel des Formats war es, die Studienmotivation der Teilnehmenden zu stärken und ihnen die vielfältigen Berufsperspektiven in der Energiebranche näherzubringen. Denn gerade Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieure können an vielen Stellen der Energiewende mitwirken: in Netzplanung, Projektmanagement, Beratung, Technik, Regulierung, Strategie, Digitalisierung oder Unternehmensentwicklung.
Fünf Perspektiven aus vier NET-Partnerunternehmen
An der Podiumsdiskussion nahmen fünf Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieure aus vier NET-Partnerunternehmen teil: 50Hertz, TenneT, DNV und SachsenEnergie. Sie gaben persönliche Einblicke in ihren Studienweg, ihren Berufseinstieg und ihre aktuellen Aufgaben in der Energiebranche.
Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich Karrieren nach einem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens verlaufen können. Die Referentinnen und Referenten berichteten nicht nur von ihren heutigen Tätigkeiten, sondern auch von Entscheidungen, Unsicherheiten und Erfahrungen während des Studiums. Genau diese persönlichen Einblicke machten das Format besonders nahbar für die Studierenden.

Austausch mit Studierenden aus ganz Deutschland
Insgesamt nahmen 26 Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens an der Diskussion teil. Sie kamen aus verschiedenen Hochschulgruppen des VWI e. V. in ganz Deutschland und engagieren sich bereits aktiv im Verband.
Im Mittelpunkt standen Fragen wie: Welche Einstiegsmöglichkeiten bietet die Energiebranche für Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieure? Welche Kompetenzen sind im Berufsalltag besonders wichtig? Wie findet man heraus, welcher Bereich zu den eigenen Interessen passt? Und wie gelingt der Übergang vom Studium in den Beruf?
Warum die Energiebranche Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieure braucht
Die Energiebranche befindet sich mitten in einer tiefgreifenden Transformation. Erneuerbare Energien, Stromnetze, Versorgungssicherheit, Digitalisierung, Wasserstoff, Speichertechnologien und neue Geschäftsmodelle verändern die Anforderungen an Unternehmen und Fachkräfte.
Für Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens entstehen dadurch besonders vielfältige Möglichkeiten. Sie verbinden technisches Verständnis mit wirtschaftlichem Denken und können dadurch an der Schnittstelle zwischen Technologie, Management und Gesellschaft Verantwortung übernehmen.
Die Podiumsdiskussion zeigte: Die Energiewende ist nicht nur ein technisches Projekt. Sie braucht Menschen, die Prozesse koordinieren, Projekte vorantreiben, Entscheidungen vorbereiten und komplexe Zusammenhänge verständlich machen können.
Durchstarten mit NET: Mentoring für junge Talente
Im Rahmen der Veranstaltung wurde außerdem erstmals das neue Durchstarten Energy-Mentoring by NET angekündigt. Das Mentoring-Programm soll Studierenden Orientierung geben, persönliche Entwicklung fördern und konkrete Einblicke in die Energiebranche ermöglichen.
Mit dem Programm möchte NET junge MINT-Talente frühzeitig mit erfahrenen Fach- und Führungskräften aus der Branche zusammenbringen. Im Mittelpunkt stehen Austausch, individuelle Fragen, berufliche Orientierung und der Aufbau eines starken Netzwerks.
Positives Feedback und aktive Diskussion
Die Resonanz der Studierenden fiel sehr positiv aus. Während der Podiumsdiskussion entwickelte sich ein aktiver Austausch mit vielen Fragen zur Energiebranche, zum Berufseinstieg und zu persönlichen Karrierewegen. Auch das Feedback im Anschluss bestätigte, dass das Format einen wichtigen Beitrag zur Orientierung leisten konnte.
Für NET war die Veranstaltung ein weiterer Schritt, um junge Talente dort zu erreichen, wo sie sich mit ihrer beruflichen Zukunft beschäftigen: direkt an Hochschulen, in studentischen Netzwerken und im persönlichen Austausch mit Menschen aus der Praxis.

