📁 Aktuelles
Frau erklärt einem Besucher eine technische Anwendung an einem Messestand

Das Abitur ist geschafft und plötzlich wird es konkret. Bewerbungsfristen laufen, Studiengänge müssen verglichen und erste Entscheidungen getroffen werden. Welches Fach passt zu den eigenen Interessen? Welcher Studiengang bietet gute Perspektiven? Und womit lässt sich später vielleicht sogar etwas bewegen?

Eine einfache Antwort gibt es darauf nicht. Aber wer sich für Klimaschutz, Technik, Digitalisierung und die Energieversorgung von morgen interessiert, sollte MINT-Fächer genauer anschauen. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Dazu gehören Studiengänge wie Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen, Energietechnik oder Umwelttechnik.

Sie alle eröffnen unterschiedliche Wege in die Energiebranche. Denn die Energiewende braucht Menschen, die Stromnetze planen, erneuerbare Energien integrieren, Speicher entwickeln, Daten auswerten, Anlagen automatisieren und komplexe Projekte umsetzen. Ein MINT-Studium kann dafür die Grundlage schaffen.

Welches Studium eignet sich für Klimaschutz?

Person bedient eine interaktive Simulation auf einem großen TouchscreenWer zum Klimaschutz beitragen möchte, denkt vielleicht zuerst an Umweltwissenschaften, Nachhaltigkeitsmanagement oder erneuerbare Energien. Diese Studiengänge sind wichtige Möglichkeiten. Doch der Klimaschutz braucht deutlich mehr Fachrichtungen.

Windenergieanlagen müssen konstruiert und an das Stromnetz angeschlossen werden. Solarstrom muss verteilt oder gespeichert werden. Gebäude benötigen klimafreundliche Wärme. Stromnetze müssen digitaler, leistungsfähiger und sicherer werden. Industrieunternehmen müssen ihre Prozesse umstellen. Und für alle diese Aufgaben braucht es technische, naturwissenschaftliche und digitale Kenntnisse.

Deshalb können viele MINT-Studiengänge den Weg in eine klimarelevante Tätigkeit eröffnen. Dazu gehören unter anderem:

Entscheidend ist also nicht nur der Name des Studiengangs. Wichtig ist auch, welche Themen du später vertiefst, welche Praxiserfahrungen du sammelst und in welchem Bereich du dein Wissen einsetzen möchtest.

Ein Informatikstudium kann beispielsweise zu einer Tätigkeit in der digitalen Netzsteuerung führen. Mit Maschinenbau kannst du an Windenergieanlagen, Elektrolyseuren oder Wärmesystemen arbeiten. Wirtschaftsingenieurwesen verbindet technische Grundlagen mit wirtschaftlichen und organisatorischen Fragen. Und mit Elektrotechnik kannst du unmittelbar an den Systemen mitwirken, die Strom erzeugen, übertragen, verteilen und nutzen.

Welche Berufe braucht die Energiewende?

Die Energiewende braucht weit mehr als einen einzelnen Beruf. Sie ist eine komplexe Veränderung unseres gesamten Energiesystems. Stromerzeugung, Netze, Speicher, Wärmeversorgung, Mobilität, Industrie und digitale Steuerung müssen zusammenspielen.

Daraus entstehen vielfältige Aufgaben für MINT-Absolventinnen und MINT-Absolventen.

Typische Berufsfelder in der Energiebranche sind:

Die Internationale Energieagentur berichtet, dass die Beschäftigung im Energiesektor weltweit stärker wächst als die Beschäftigung in der Gesamtwirtschaft. Gleichzeitig verschärft sich in vielen Bereichen der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Besonders gefragt sind Kompetenzen, die für den Ausbau, die Modernisierung und die Digitalisierung der Energieinfrastruktur benötigt werden.

MINT eröffnet Möglichkeiten

Viele Studieninteressierte kennen zwar ihre Interessen, haben aber noch keine genaue Vorstellung von ihrem späteren Beruf. Das ist völlig normal.

Ein MINT-Studium legt dich nicht zwangsläufig auf eine einzige Tätigkeit fest. Es schafft zunächst ein fachliches Fundament. Durch Vertiefungen, Praktika, studentische Projekte, Werkstudierendentätigkeiten und Gespräche mit Menschen aus der Praxis kannst du anschließend herausfinden, welcher Bereich zu dir passt.

Vielleicht möchtest du später:

Oft entsteht Orientierung erst dann, wenn theoretisches Wissen mit konkreten Erfahrungen verbunden wird.

Warum ist MINT für die Energiewende so wichtig?

Die Energiewende verlangt Lösungen für Fragen, auf die es selten nur eine einfache Antwort gibt.

Wie bleibt das Stromnetz stabil, wenn Wind- und Solarenergie wetterabhängig erzeugt werden? Wie kann Energie gespeichert werden? Welche Leitungen werden benötigt? Wie lassen sich Strom, Wärme, Mobilität und Industrie miteinander verbinden? Wie schützt man digitale Energiesysteme? Und wie können neue Technologien bezahlbar und zuverlässig eingesetzt werden?

Um solche Aufgaben zu lösen, braucht es unterschiedliche MINT-Perspektiven:

MINT bedeutet deshalb nicht nur, Formeln zu lernen oder technische Geräte zu bauen. MINT bedeutet, Probleme zu verstehen, Lösungswege zu entwickeln, Annahmen zu überprüfen und Ideen praktisch umzusetzen.

Wie unterstützt NET bei Studium und Berufswahl?

wei Studentinnen arbeiten gemeinsam an einem technischen Versuchsaufbau.Network Energy Talents bringt junge Menschen mit Hochschulen, Unternehmen und Fachkräften aus der Energiebranche zusammen. In Veranstaltungen, Workshops, Unternehmensbesuchen und persönlichen Gesprächen wird sichtbar, wie vielfältig MINT-Berufe sein können.

Das Energy-Mentoring von NET richtet sich an Studierende der Elektrotechnik und des Wirtschaftsingenieurwesens. Erfahrene Mentorinnen und Mentoren aus der Energiebranche geben Einblicke in ihren Berufsweg, beantworten Fragen und unterstützen bei Themen wie Studienorganisation, Prüfungen, Praktika oder Berufseinstieg.

Dabei geht es nicht darum, jungen Menschen einen bestimmten Karriereweg vorzugeben. Vielmehr sollst du herausfinden können, welche Interessen, Fähigkeiten und beruflichen Möglichkeiten zusammenpassen.

Denn du musst heute noch nicht genau wissen, wie dein späterer Beruf heißt. Vielleicht weißt du bisher nur, dass du etwas Sinnvolles machen, technische Zusammenhänge verstehen oder an der Energieversorgung von morgen mitarbeiten möchtest.Das ist ein guter Anfang.

MINT studieren und zum Gamechanger der Energiewende werden

Welches Studium eignet sich für Klimaschutz? Welche Berufe braucht die Energiewende? Und welche Fachkräfte werden in Zukunft benötigt?

Darauf gibt es nicht nur eine Antwort. Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen, Naturwissenschaften und viele weitere MINT-Fächer eröffnen unterschiedliche Wege in die Energiebranche.

Ein MINT-Studium kann anspruchsvoll sein. Gleichzeitig bietet es dir die Möglichkeit, Fähigkeiten zu entwickeln, die für zentrale Zukunftsfragen gebraucht werden. Du lernst, komplexe Probleme zu analysieren, Lösungen zu entwickeln und gemeinsam mit anderen umzusetzen.

Die Energiewende braucht nicht nur fertige Expertinnen und Experten. Sie braucht neugierige Menschen, die Fragen stellen, Neues ausprobieren und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

MINT gibt dir die Werkzeuge dafür. Die Energiebranche gibt dir die Aufgabe. Und NET hilft dir dabei, deine Möglichkeiten zu entdecken.