Wie erklärt man eine Wärmepumpe so anschaulich, dass sie auch ohne Fachwissen sofort verständlich wird? Beim VDE Bayern Schülerforum 2026 an der FAU Erlangen-Nürnberg zeigten mehr als 200 Schülerinnen und Schüler, wie vielfältig, kreativ und praxisnah MINT sein kann.
Am 28. Juli 2026 kamen Schülerinnen und Schüler aller Schularten und von der 5. Klasse bis zur Oberstufe zusammen, um ihre Ideen und Projekte aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu präsentieren. Insgesamt 34 Beiträge machten deutlich, wie breit das Spektrum technischer und naturwissenschaftlicher Themen heute ist.
MINT-Themen von Cybersecurity bis Energie
Die insgesamt 34 Präsentationen zeigten, wie breit das Interesse der Schülerinnen und Schüler an MINT-Themen ist. Die Projekte reichten von digitalen Technologien über Naturwissenschaften und Nachhaltigkeit bis hin zu Fragen aus Medizin, Energie und Raumfahrt.
Zu den vorgestellten Themen gehörten zum Beispiel:
- „Cybersecurity – wie sicher sind unsere Daten?“
- „Einsatz in Echtzeit – wie KI Leben schneller rettet“
- „Nachhaltige Textilien im Test – können Brennnessel- und Hanffasern Baumwolle ersetzen?“
- „Die Physik des Eiskunstlaufens“
- „Was Flummis und Organe gemeinsam haben und wie uns das bei der Diagnose von Krebs und Tumoren weiterhelfen kann“
- die Frage, wie die Wissenschaft nach außerirdischem Leben sucht und wie realistisch ein Nachweis ist
Auch Themen aus der Energiebranche waren vertreten. Eine Präsentation erklärte anschaulich, wie eine Wärmepumpe funktioniert, so verständlich, dass selbst komplexe technische Zusammenhänge für den gesamten Hörsaal greifbar wurden. Weitere Projekte beschäftigten sich mit transparenten Solarpaneelen und mit „Energie der Zukunft: der Dyson-Schwarm als theoretisches Megasystem“.
Gerade diese thematische Bandbreite zeigte, wie unterschiedlich der Zugang zu MINT sein kann. Manche Fragestellungen ergaben sich aus dem Unterricht, andere aus ganz persönlichen Interessen der Schülerinnen und Schüler.
Nachhaltigkeit als Thema der jungen Generation
Besonders eindrücklich war der Appell einer Schülerin der 9. Klasse, nachhaltiger zu handeln und die Erde auch für kommende Generationen als lebenswerten Planeten zu erhalten.
Damit wurde deutlich, dass MINT-Themen nicht für sich allein stehen. Sie sind eng mit Fragen verbunden, die unsere Zukunft bestimmen – von Klimaschutz und Energieversorgung über Digitalisierung bis hin zu Gesundheit und gesellschaftlicher Verantwortung.
Eine besondere Interpretation des Begriffs MINT brachte Dr. Jürgen Baier auf den Punkt: „Machen. Intrinsische Neugier. Trauen.“
Genau diese Haltung war während des Schülerforums immer wieder zu erleben. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit Themen, die sie interessierten, entwickelten eigene Fragestellungen und trauten sich, ihre Ergebnisse vor einem großen Publikum zu präsentieren.
Warum Formate wie das Schülerforum wichtig sind
Das VDE Bayern Schülerforum verbindet jedes Jahr Schule, Hochschule und Wirtschaft. Junge Menschen erhalten eine Bühne für ihre Ideen, besondere Leistungen werden sichtbar und technische Zukunftsthemen werden konkret erlebbar.
Solche Formate können entscheidend dazu beitragen, Interesse an MINT-Fächern frühzeitig zu stärken. Gleichzeitig zeigen sie, welche vielfältigen Studien- und Berufsmöglichkeiten sich daraus ergeben können, auch in der Energiebranche.
Für Network Energy Talents ist genau diese Verbindung besonders wichtig: Wenn Neugier auf Orientierung trifft und junge Talente Einblicke in reale Zukunftsthemen erhalten, können aus ersten Interessen konkrete Perspektiven entstehen.
Nachwuchsförderung lebt vom gemeinsamen Engagement
Unser bester Dank gilt dem VDE Bayern, namentlich Werner Battke und Tanja Schak für die Organisation, sowie allen Unterstützern, die durch motivierende Worte als Gastredner, gezielte Fragen als Jurymitglieder oder auch Preise als Sponsoren das Schülerforum zu dem gemacht haben, was es war: ein Vormittag, der mit Begeisterung für MINT-Berufe ansteckend war.
Für uns bleibt vor allem eines hängen: Technische Nachwuchsförderung funktioniert dann besonders gut, wenn junge Menschen selbst ausprobieren, erklären und gestalten dürfen.



